Urban Gardening – Grüne Oasen inmitten von Hochhäusern

Mittwoch, 2.05.2018

Die Idee von Gärten und landwirtschaftlich genutzten Flächen in Städten ist keine neue. Seinen Ursprung findet Urban Gardening im New York der 70er Jahre. Die New Yorker entschieden sich, in der niemals schlafenden Stadt, Orte zu erschaffen, in denen Erholung beim Gärtnern zu finden ist. Mittlerweile gibt es nicht nur in New York unzählig viele solcher Gartenprojekte. Der Vorteil: Durch die begrünte Stadtarchitektur werden brachliegende Flächen nachhaltig genutzt und die Lebensqualität verbessert sich.

Foto: Neslihan Gunaydin 3493, Unsplash
Urban Gardening: Zwei Paar Hände halten eine Tonschüssel mit Tomaten
Elaine Casap 86020, Unsplash

Die Motive der Stadtgärtnerinnen und -gärtner sind so verschieden wie ihre Projekte. Denn egal ob beim Gärtnern mit Kübeln und Töpfen auf dem Balkon oder im Gemeinschaftsgarten:

  • Für die einen steht die Lust am Do it Yourself im Vordergrund und den eigenen Kindern zu zeigen, dass Tomaten nicht auf dem Supermarkt-Regal wachsen
  • Für die anderen ist es Meditation, Entschleunigung vom Alltag und das Ziel, aus den Gegebenheiten das Beste zu machen
  • Für wieder andere ist es das Arbeiten in der Gemeinschaft

In jedem Fall aber steigt die Wertschätzung für regionale und saisonale Produkte.

Nur ein Trend?

Skeptiker sagen, dass Urban Gardening nur ein modisches Phänomen ist. Doch diese Form des Gärtnerns wird auch in deutschen Städten immer beliebter und hat sich als Form des alternativen Wirtschaftens entwickelt.

Win-Win-Situation

Neben dem Eigenanbau auf Balkon oder Dachterasse haben auch Landwirte den Trend erkannt und verpachten Ackerflächen in kleineren Einheiten, sogenannte Selbsterntefelder. Von der Einsaat, Hinweise zum Vogelscheuchenbau über Pflege- und Erntetipps bis hin zum Umpflügen im Herbst ist alles im Pachtpreis inclusive. Eine WinWin-Situation für beide Interessensparteien: Der Landwirt hat planbare Einnahmen, der Städter kann sich mit dem “Rund um Sorglos”-Paket auf dem Acker beim Unkraut jäten, gießen und ernten selbst verwirklichen.

“Schau Dir die Natur an und Du wirst alles verstehen”, sagte schon Albert Einstein

Da es immer mehr Menschen in Städte zieht, verbindet Urban Gardening diese Bewegung mit der Sehnsucht nach Landleben mitten in der Stadt. Städte, die von Beton geprägt waren, wandeln sich in grüne Oasen, die sonst eher in ländlichen Regionen zu finden sind. Diese Form des Gärtnerns vereint Nachhaltigkeit, Ökologie, Ökonomie und ein Miteinander der Gesellschaft.

Der Garten steht für grundlegende Zusammenhänge des Lebens. Säen, Ernten, Kochen und Weiterverarbeiten haben schon früher den saisonalen Ernährungsrhythmus bestimmt. Kreativität in der Küche ist damals wie heute gefragt. Aber egal ob auf die leichte Art oder nach  Oma’s alten Rezepten – der erste Auflauf aus eigenen Kartoffeln schmeckt phantastisch!

Tipp

Einen guten Überblick gibt diese interaktive Deutschlandkarte. Hier kannst Du ein Urban Gardening-Projekt in Deiner direkten Nachbarschaft finden.

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