Richtiger Sonnenschutz: Eine Frau sitzt neben ihrem Hund auf einer Mauer und schaut auf eine Strandpromenade.. Vor ihr sitzt eine Frau auf der Bank, Menschen kommen vom Strand auf die Promenade

Sommer, Sonne, Sonnenbrand – Vergnügen oder Gefahr?

Dienstag, 24.07.2018

Endlich: Der Sommer ist da! Da jauchzt das Herz, die Kleidung wird leichter, wir nutzen die Freizeit an der frischen Luft und vielleicht steht sogar ein wunderbarer Urlaub vor der Tür. Wir sind wie ausgewechselt: motiviert und fröhlich, wacher und konzentrierter. Wir freuen uns auf die Wärme und das Licht der wohltuenden Sonne. Kosmetikerin Monika Grein verrät, was zu beachten ist.

© Foto: Alvin Balemsa – Unsplash

Sonnenbäder machen glücklich. Ein müder Kreislauf und Stoffwechsel wird wieder angeregt, die Vitalität wird gesteigert, das lebensnotwendige Vitamin D wird gebildet. Doch im Übermaß können die von der Sonne ausgehenden UV-Strahlen gefährliche Folgen haben.

Je nach Menge des natürlichen Pigmentes Melanin in der Haut reagiert die Haut schneller oder langsamer auf die Sonne. Ein einfacher und schneller Test zeigt, wie hoch die Empfindlichkeit ist und wie lange man gesund die Sonne genießen kann.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, nur kurze Sonnenbäder ohne zusätzlichen Sonnenschutz zu nehmen. 10 bis 20 Minuten täglich reichen vollkommen aus, um zum Beispiel das Glückshormon Serotonin zu steigern und ausreichend Vitamin D bilden zu können.

Wiederholt lange, ausgiebige Sonnenbäder sind aber der Hauptrisikofaktor für Hautkrebs. Sonnenlicht ist auch die Hauptursache für eine vorzeitige Hautalterung, Falten und fleckige Pigmentation. Um dieses zu verhindern trägt man ca. 30 Minuten bevor man in die Sonne geht, eine Sonnencreme auf oder genießt den Sommer im Schatten. Regelmäßige Kontrollen beim Hautarzt gehören ebenso zum verantwortungsvollen Vorsorgeprogramm.

Im Wasser ist Sonnenschutz ein Muss

Auch im Wasser ist die Haut nicht gegen einen Sonnenbrand gefeit. Ganz im Gegenteil: Die UV- Strahlen sind sogar mehrere Meter unter der Wasseroberfläche messbar. Wenn man nun weiß, dass bei nasser Haut die obere Hautschicht aufweicht und dadurch UV-Strahlen stärker in die Haut eindringen können, ist klar: Hier muss man sich schützen. Dafür gibt es spezielle Produkte: Der Hinweis „water resistent“ bedeutet, dass das Sonnenprodukt 40 Minuten auf der Haut hält, bevor es vom Wasser abgespült ist. „water proof“ bedeutet, dass das Produkt 80 Minuten hält.

Tipp:  Helle Fassaden, Wasser und Strand reflektieren das Licht stark. Deswegen ist es wichtig, nicht nur die Haut, sondern auch die Augen zu schützen. Eine gute und große Sonnenbrille hilft, Schäden der Augen zu verhindern.

Mehrmaliges Eincremen verlängert nicht die Schutzzeit. Da durch schwitzen und den natürlichen Abrieb von Kleidung, Handtüchern oder Sand oder durch das Abwaschen beim Baden und Wassersport der Lichtschutz verringert wird, soll die Sonnencreme häufig erneuert werden. So erhält man sich die ursprüngliche Schutzzeit.

Übrigens, Sonnencremereste, die im Schrank überwintert haben, entsorgt man am besten. Bakterielle Zersetzung, Oxidationsprozesse, Licht und Wärme reduzieren den Lichtschutzfaktor um wenigstens die Hälfte, so dass die Schutzwirkung nicht mehr zuverlässig gegeben ist.

Das hilft bei Sonnenbrand

Doch was kann man tun, wenn es einen trotz aller Vorsicht erwischt hat und die Haut spannt, rot und heiß ist? Meistens hilft ein gutes After-Sun-Produkt. Es wirkt schnell entzündungshemmend, regenerierend, kühlend und feuchtigkeitsspendend.

Doch es gibt auch wunderbare Hausmittel, die schnell Linderung verschaffen können: Quark als Kompresse oder Joghurt als lockerer Wickel kühlen sofort und geben der Haut die verlorene Feuchtigkeit wieder. Beide können zur Verstärkung mit Honig vermischt werden. Auch das Gel der Aloe-Vera-Pflanze hilft gut.

Trinkt man viel Tomatensaft, wird durch das darin enthaltene Lycopin die Haut von innen beruhigt. Acetylsalicylsäurehaltige Tabletten (z.B. Aspirin) wirken ebenso von innen. Sie wirken nicht nur schmerzlindernd, sondern in erster Linie entzündungshemmend. Auch tun kühlende Bäder mit einem guten Schuss Apfelessig gut.

Bei Blasenbildung auf der Haut, Übelkeit, Fieber und / oder Kreislaufstörungen braucht man ärztliche Hilfe. Ein Sonnenbrand bei Babys und Kindern soll immer von einem Arzt behandelt werden.

Fazit: Die Sonne ist unser Lebenselixier. Richtig dosiert erhält sie unsere Gesundheit. Der beste natürliche Sonnenschutz ist der Eigenschutz der Haut. Beginnt man im Frühjahr mit kurzen Sonnenbädern und steigert die Zeit langsam, gewöhnt sich die Haut nach dem lichtarmen Winter vollkommen gesund und natürlich an die Sonne. Für längere Aufenthalte ist ein guter Sonnenschutz jedoch unerlässlich.

Monika Grein ist gelernte Drogistin und seit vielen Jahren selbstständige Kosmetikerin. Sie bekocht gerne ihre Freunde und Familie. Zur Zeit absolviert sie das Fernstudium „Vegane Ernährungsberatung“. Sie hält sich mit Joggen und Yoga fit. Schiffsreisen sind ihre große Leidenschaft. Ihr Lebensmotto lautet: „You wanna be happy? Then be!“