Atmen: Eine Pusteblume vor dem Horizont

Richtig Atmen: So helfen Dir Atemtechniken

Mittwoch, 20.02.2019

Überlebenswichtig, unbewusst und meist völlig unbeachtet: Solange alles von alleine läuft, achten wir kaum auf unsere Atmung. Dabei versorgt sie uns nicht nur mit Sauerstoff. Durch Atmen kannst Du Deinen Körper auf unterschiedliche Weisen beeinflussen und Dir in vielen Situationen eine kleine Atempause gönnen.

© Foto:: Natali Arkhangelsk, Adobe Stock

Das Problem heute: Wir haben ganz oft verlernt, richtig zu Atmen. Im stressigen Alltag sind wir meist so sehr auf alles andere konzentriert, dass wir unbewusst nur sehr flach atmen. Damit nutzen wir auch nur einen Teil unserer Lunge und zudem nur den vorderen Bereich unseres Brustkorbs. Damit ist dann zwar der Grundzweck Überleben gesichert, aber Dein Atem kann viel mehr als das.

Atemtechniken: Richtig atmen in jeder Situation

Je nach Situation kannst Du deinen Körper durch Atmung in einem gewissen Maß beeinflussen. Egal, ob Du gestresst, verspannt, traurig oder aufgedreht bist – Dein Atem kann Dir hier helfen, Dich wieder besser zu fühlen. 

Bauchatmung gegen Stress

Mit der die tiefen intensiven Bauchatmung kommst Du zur Ruhe und entspannst. Am besten suchst Du Dir dafür einen ruhigen Ort und setzt oder legst Dich gemütlich hin.

  • Lege Deine Hände nebeneinander auf Deinen Unterbauch links und rechts leicht unter den Bauchnabel.
  • Dann atme durch die Nase ganz bewusst in Deinen Bauch ein und durch den leicht geöffneten Mund aus.
  • Dabei spürst Du mit Deinen Händen, ob sich Deine Bauchdecke mit der Einatmung hebt und mit der Ausatmung senkt.
  • Vielleicht hilft Dir auch ein Bild dabei und Du möchtest Dir vorstellen, wie Dein Atem an deiner Wirbelsäule entlang bis in dein Becken geleitet wird.

Weiterer Vorteil: Dein Zwerchfell massiert den Verdauungstrakt und bringt ihn in Bewegung. Bauchatmung kann damit auch ein Mittel bei Verdauungsstörungen sein.

Atmen gegen Traurigkeit

Fühlst Du Dich bedrückt oder hast Du Angst, spannst Du oft unbewusst die Muskulatur des Brustkorbs an. Um diese negativen Gefühle zu reduzieren, hilft es, sich aufzurichten und bewusst in den vorderen Brustkorb zu atmen.

  • Stell Dich dafür aufrecht hin und hebe Deinen Blick an, so dass Dein Kinn leicht nach oben zeigt.
  • Lege eine Hand auf Deinen oberen Brustkorb und atme ganz bewusst hier hin.
  • Mit dem Einatmen hebt sich Dein Brustkorb.
  • Mit der Ausatmung gib Deiner Handfläche leichten Druck nach unten, wenn Dein Brustkorb sich wieder senkt.

Flankenatmung zum Entspannen

Bist Du in Hals, Nacken und rund um den Kiefer verspannt, kann Dir die Flankenatmung – auch Seitatmung – helfen.

  • Dabei atmest Du ganz bewusst in die Seiten Deines Brustkorbs ein.
  • Die Rippen streben beim Einatmen nach außen und beim Ausatmen nach innen.
  • Um dem nachzufühlen, legst Du Deine Arme überkreuzt auf Deinen Brustkorb und legst die linke Hand an die rechte Seite Deiner Rippen und umgekehrt.
  • Als Bild kannst Du Dir Luftballons vorstellen, die sich in Deinem Brustkorb ganz weit aufblasen.

Aktivitäten zum Durchatmen

Bei einigen Sportarten spielt der Atem eine ganz wesentliche Rolle: Etwa beim Yoga, das spezielle Atemübungen kennt, oder beim Pilates, bei dem die Übungen von der Atmung begleitet und geführt werden. Und auch bei der Meditation spielt der Atem eine ganz zentrale Rolle. Wenn Du Dich intensiver mit Deinem Atem auseinandersetzen möchtest, kann eine dieser Aktivitäten ein Einstieg für Dich sein.