Weiße und grüne Spargelstangen liegen auf einem Trockentuch auf der Küchenarbeitsplatte

Spargel – Gesunder Genuss im Frühling

Donnerstag, 17.05.2018

Königliches Gemüse, göttliche Speise, essbares Elfenbein – diese Begriffe beschreiben das beliebteste Saisongemüse der Deutschen: den Spargel. Zur Hochsaison findest Du hier spannende Fakten.

Foto: Barmalini – Fotolia.com

Spargel wurde schon von Ägyptern, Griechen und Römern als Heilpflanze und Delikatesse geschätzt Die eigentliche Pflanze stammt aus Vorderasien. Botanisch gesehen gehört das Gemüse zur Familie der Liliengewächse und ist mit Porree, Zwiebeln und Schnittlauch verwandt. 

Die Pflanze ist eine mehrjährige Staude, bei der nur der etwa 35 cm tief unter der Erdoberfläche liegende Wurzelstock (Rhizom) überwintert. Jedes Jahr im Frühling treiben mehrere Sprossen aus. Anfang April werden bei uns die Spargeldämme aufgeworfen, so dass die Spargelsprosse in den Damm hineinwachsen. Da kein Licht die Pflanze erreicht, wird kein Chlorophyll gebildet, wodurch die Stangen grün würden. Sobald sich die Erdoberfläche der Dämme nur leicht hebt, wird der weiße Spargel gestochen. Grüner Spargel wächst übrigens ohne Dämme über der Erdoberfläche heran.

Darum ist Spargel so gesund

  • Der hohe Vitamin C-Gehalt ist gut fürs Immunsystem       
  • Das Nervensystem wird mit wichtigen B-Vitamine und vielen Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Phosphor und Calzium versorgt    
  • Asparaginsäure und der hohe Kalium-Gehalt regen den Stoffwechsel an, reinigen das Blut, schwemmen Giftstoffe aus dem Körper und unterstützen außerdem Leber, Lunge und Nierenfunktion
  • Der hohe Anteil von Kalium, Magnesium, Eisen, Zink und Mangan aktiviert mehr als 300 Enzyme, die den gesamten Organismus und das Herz stärken.
  • Mit einem Wassergehalt von 90% ist das Gemüse sehr kalorienarm

Mit 1 Portion von 500 g deckst Du übrigens fast die Hälfte des Tagesbedarfs an Folsäure.

Wer Nierenprobleme hat oder anfällig für Gicht ist, sollte das Gemüse mit Vorsicht genießen.

Tipps rund um den Spargel

Einkauf: Die Enden sollten feucht glänzen; ausgetrocknete oder angeschimmelte Enden sind ein Zeichen für minderwertige Qualität. Rechne pro Portion mindestens 500 g Spargel, denn beim Putzen und Schälen entsteht relativ viel „Abfall“.

Lagerung: Frischer Spargel schmeckt natürlich am besten. Sollte der Einkauf für das Sonntagsessen aufbewahrt werden, wickle die Stangen einfach ungeschält in ein feuchtes Tuch und lagere sie im Gemüsefach des Kühlschrankes.

Vorbereitung: Wasche den Spargel, dann schäle von knapp unterhalb der Spitze nach unten. Achte darauf, dass Du möglichst keine Stelle vergisst – Fasern und „holzige Stücke“ mindern den Genuss beim Essen. Am unteren Ende kannst Du ruhig etwas großzügiger schälen, da hier die Schale dicker ist, und die holzigen Enden abschneiden (bei frisch gestochenem Spargel ca. 1–2 cm, ansonsten so viel, bis das Messer locker durchgeht). Die Schalen und Abschnitte kannst Du übrigens für Spargelsuppe weiterverwerten.

Zubereitung: Ob als Suppe, gekocht, gegrillt, gebraten oder als Salat – bei der Zubereitung sind Dir keine Grenzen gesetzt. Neben den klassischen Begleitern wie Sauce Hollandaise oder Butter, gibt es auch viele kalorienärmere Ideen. Anregungen findest Du hier