Outdoor Fitness: Mach den Bürgersteig zum Gym

Mittwoch, 2.05.2018

Wenn die Tage länger werden, steigt bei vielen die Lust auf Bewegung an der frischen Luft. Damit liegen sie voll im Trend: Outdoor Fitness heißt der neue Sport, der immer mehr Menschen zum Training vor die Haustür treibt. Was ist dran an dem Hype, bei dem Erwachsene an Bushaltestellen hangeln oder über Wiesen kriechen?

Foto: © Autumn Goodman, unsplash

Was in Städten wie Rio de Janeiro, Los Angeles oder Sidney längst zum Stadtbild gehört, setzt sich auch hierzulande zunehmend durch: Menschen zieht es auf die Straßen und in die Parks der Nachbarschaft, um Sport zu treiben. Dabei geht es nicht allein darum, seine gewohnten Kilometer durch den Park zu traben. Bei Outdoor Fitness ist das Ziel, den Körper auf spielerische Art und Weise zu trainieren und dabei die Umgebung als riesiges Fitnessstudio zu begreifen.

Spielend fit werden

Balancieren über Bäume, Klimmzüge an Bushaltestellen oder Klettern über Mauern – die Stadt bietet unendliche Möglichkeiten, den Körper auf Trab zu bringen. Der Fokus von Outdoor Fitness liegt darauf, den kindlichen Bewegungstrieb wieder zu entdecken.

Anders als im Fitnessstudio muss man sich dabei immer wieder auf neue Gegebenheiten einstellen und wird somit rundum trainiert. Frische Luft und Sonnenlicht tun ihr Übriges für Gesundheit und gute Laune. Weitere Gründe, warum Outdoor Fitness besser ist als jedes Training im Fitnessstudio findet ihr hier.

Ganzkörper-Training, das überall gelingt

Eine typische Trainingseinheit beginnt direkt vor der Haustür. Wer sich das klassische Aufwärmen ersparen will, läuft oder joggt einfach langsam los. Nach zehn Minuten ist die Betriebstemperatur des Körpers erreicht und es darf auch anstrengender werden. Egal, was man für einen Schwerpunkt bei seinem Outdoor Workout setzen will – ein ganzheitliches Training sollte alle Regionen des Körpers beanspruchen.

Einige Übungen, die sich immer einbinden lassen

1.

Klimmzüge kann man an Bushaltestellen, Ästen oder dem Klettergerüst am Spielplatz trainieren.

Sie kräftigen die großen Rückenmuskeln und den Armbeuger. Der Trainingswiderstand ist das eigene Körpergewicht, das man gegen die Schwerkraft nach oben zieht. Wer am Anfang noch Probleme dabei hat, kann sich in wenigen Schritten mit einem effektiven Klimmzug-Training in Form bringen.

2.

Liegestütze lassen sich im Park, aber auch auf Bänken oder Schaukeln trainieren.

Hier wird der Körper durch eine Armstreckung gegen die Schwerkraft nach oben gedrückt. Liegestützen kräftigen die Armstrecker, Brust- und Schultermuskulatur und sind damit die Gegenspieler der Zugbewegung (Druckübungen). Wer es nicht auf Anhieb schafft, kann mit einfachen Einsteiger-Übungen für Liegestütze.

Frau macht Liegestütze auf Betonboden
© Ayo Ogunseinde - Unsplash
Liegestütze lassen sich überall trainieren.

3.

Unterarmstütz, Seitstütz oder Brücke sind wichtige Übungen für die Körpermitte.

Sie kräftigen überwiegend die Partien Bauch, unterer Rücken, Beckenboden und Zwerchfell (Stabübungen). Egal ob auf dem Spielplatz oder der Grünfläche: Wer dabei den Untergrund wechselt, trainiert seinen Körper besonders effektiv. Da der Boden nirgendwo gleich ist, muss man sich jedes Mal an neue Gegebenheiten gewöhnen.

4.

An den Beinen haben wir besonders viel Muskelmasse. Mit Kniebeugen und Ausfallschritten können wir sie effektiv stärken und den Kalorienverbrauch deutlich ankurbeln.

Dafür eignen sich ebene Flächen wie auch niedrige Mauern oder Baumstämme. Wer zugleich den Po trainieren will, braucht sich einfach nur eine Treppe zu suchen. Dabei kann man spontan loslegen oder nach einem effektiven Plan fürs Treppensteigen.

Wie sieht dein persönlicher Workout aus?

Ob Anfänger oder Fortgeschrittene – wer Spaß, Abwechslung und ein effektives Training sucht, kommt bei Outdoor Fitness voll auf seine Kosten. Dabei sind der eigenen Kreativität und dem Spieltrieb keine Grenzen gesetzt: Ob du in der Nachbarschaft sportelst oder ein Training im Wald vorziehst – es gibt unendlich viele natürliche Trainingsstationen, die man einbinden kann. Also Augen auf und ausprobieren! Wir sind gespannt auf deine persönlichen Erfahrungen und Tipps für ein effektives Outdoor Workout.

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