Ein älterer und jüngerer Mann spielen an einem Tisch auf dem Bürgersteig Schach

Gehirnjogging: Workout für die grauen Zellen

Freitag, 24.08.2018

Es gibt viele Tipps und Möglichkeiten, um die körperliche Fitness zu steigern oder zu erhalten. Was aber können wir tun, damit auch unsere grauen Zellen langfristig fit und leistungsfähig sind? Mit Gehirnjogging bleibt Dein Geist fit wie ein Turnschuh.

Die gute Nachricht: Unser Hirn lässt sich wie ein Muskel trainieren. Wird es etwa durch Gehirnjogging kontinuierlich frischen Reizen ausgesetzt, können neue Verbindungen entstehen und die mentale Leistungsfähigkeit steigt. Aber: Unser Hirn ist von sich aus ein Trainingsmuffel. Werden nicht regelmäßig verschiedene Areale gefordert, verringert sich auch die Leistungsfähigkeit wieder.

Gehirnjogging zielt darauf ab, mit regelmäßigem Training die Konzentrationsfähigkeit, das Gedächtnis und das Sprachverständnis zu verbessern – per App oder analog. Auch wenn nicht alle Experten von der Übertragbarkeit der Übungen auf das Alltagsleben überzeugt sind: Die Trainingseinheiten machen jede Menge Spaß und Lust, die grauen Zellen anzustrengen. Wir haben ein paar Übungen für den Alltag zusammengestellt.

© Foto: apx90, Unsplash

Morgengymnastik fürs Hirn

Mit Köpfchen in den Tag: Beim Zähneputzen, Rasieren oder Kämmen einfach öfter mal die Hand wechseln. Wer’s noch ein bisschen anspruchsvoller mag, kann sich dabei auch auf das jeweils andere Bein stellen. Oder mit geschlossenen Augen in der Dusche nach Waschlappen, Seife oder Haarshampoo tasten.

Was das bringt? Durch den ungewohnten Links-Rechts-Wechsel werden neue Hirnareale aktiviert und zwar in der Gehirnhälfte, die normalerweise Pause macht. Plus: Wenn das Sehen weg fällt, werden alle anderen Sinne zum Ausgleich stärker stimuliert.

Arbeitsweg als Trainingsstrecke

Durchbrich Deine tägliche Routine, dann aktivierst Du Deine grauen Zellen immer wieder neu. Deshalb: Auf dem Weg ins Büro öfter mal eine neue oder ungewöhnliche Route ausprobieren. Falls Du mit U-Bahn, Zug oder Bus unterwegs bist: Schließ’ die Augen und versuche, die Strecke durch die Geräuschkulisse zu erkennen.

Der Effekt: Auf der normalen Strecke schaltet unser Gehirn regelmäßig auf Durchzug, weil es zu wenig Impulse erhält. Weichen wir von gewohnten Wegen ab oder schließen die Augen, muss das Zentrum fürs Gedächtnis aktiv werden, um die neuen Eindrücke wie Bilder, Gerüche und Geräusche aufzunehmen.

Konzentrationskick fürs Büro

Wem es schwer fällt, sich auf die Arbeit zu konzentrieren, kann auch im Büro eine kurze Trainingseinheit einschieben: Zum Beispiel kannst Du Dir eine liegende Acht vorstellen, die vor dem Gesicht schwebt. Dann mit Augen- und Kopfbewegungen die Zahl mehrmals nachschreiben.

Die Übung bringt beide Gehirnhälften in Einklang – und steigert dadurch die Konzentration enorm. Weitere Übung: Einen Text oder ein Buch einfach mal auf dem Kopf lesen.

Nach Feierabend: Gemeinsam trainieren

Wie beim normalen Laufen gilt auch beim Gehirnjogging: Mit einem Partner trainiert es sich leichter. Zum Beispiel mit einem Workout fürs Sprachzentrum: Denkt Euch beliebige Sätze aus und sprecht sie rückwärts. Hierfür mit dem letzten Wort starten und beim ersten enden. Steigern kann man den Effekt noch, wenn man jedes einzelne Wort stäwkcür liest.

Gehirnjogging: Übung macht den Meister

Du möchtest Deine Fähigkeiten weiter trainieren? Dann haben wir hier noch ein paar Tipps für Dich: