Meditation: Ein junger Mann sitzt im auf einem Sessel im Wohnzimmer und meditiert

Meditation: Was bringen Dir 5 Minuten am Tag?

Mittwoch, 11.12.2019

Raus aus dem Alltag, den Stress hinter sich lassen und einfach mal kurz ganz in Ruhe für sich durchatmen: Das wünschen sich viele, doch den wenigsten gelingt es in ihrem stressigen Alltag. Dabei reichen Dir schon 5 Minuten, um einfach mal runter zu kommen und Körper und Seele etwas Gutes zu tun: mit Meditation.

© Foto: Daisy Daisy, Adobe Stock

Meditation klingt für Neulinge erst einmal nach Langeweile, steifem Rücken und eingeschlafenen Beinen: Doch wer sich erst einmal genauer damit auseinandersetzt merkt, dass dies Vorurteile sind, die mit der Praxis nichts zu tun haben. Und es muss etwas dran sein: Denn in viele Kulturen wird die spirituelle Praxis der Meditation schon seit Jahrhunderten ausgeführt.

Am verbreitetsten sind dabei Meditationsformen, die in Stille ablaufen. Hier geht es in erster Linie darum, aufmerksamer und offener gegenüber den kleinen Dingen im Leben zu werden und diese bewusst wahrzunehmen. Gerade in unserem schnelllebigen Alltag kommt dies oft zu kurz. Meditation hilft uns, uns darauf zu besinnen, was uns wichtig ist und die anderen Dinge erst einmal „abzuschalten“.

Das bringt Dir Meditation

Stress: Stress wirkt sich negativ auf Deinen Körper aus. Meditation kann Dein Stresslevel, und auch Deinen Umgang mit Stress positiv beeinflussen. Ein geringeres Stresslevel kann somit auch zu besserem körperlichem Wohlbefinden führen.

Aufmerksamkeit und Angst: Meditation kann auch auf Aufmerksamkeit und Angstgefühle positive Auswirkungen hat. Sie kann sogar Leuten helfen, die an einer echten Aufmerksamkeitsstörung leiden.

Grübeln: Meditation hilft Dir, mit ablenkenden und grüblerischen Gedanken klar zu kommen.

Schaffe Dir gute Voraussetzungen

Eine gemütliche und ruhige Umgebung ist eine grundsätzliche Bedingung für eine gelungene Meditation: Schaffe Dir einen Ort, an den Du Dich zurückziehen kannst und weder von anderen noch einem Handy oder anderweitig gestört wirst. Gemütliche Kleidung hilft Dir ebenfalls dabei, dich zu entspannen.

Meditieren kannst Du im Sitzen – ganz professionell im Schneidersitz, einfach auf einem Stuhl oder einem Yogakissen. Achte im Sitzen auf einen geraden Rücken, so behältst Du in der Meditation die Balance zwischen Anspannung und Entspannung. Wenn es Dir lieber ist, kannst Du auch im Liegen meditieren. Aber Achtung: Einschlafwarnung 🙂 .

Aller Anfang ist schwer

Noch niemandem ist es wohl gelungen, gleich beim ersten Meditieren in eine tiefe Meditation zu gelangen. Daher sei großzügig zu Dir: Fange mit wenigen Minuten am Tag an, 5-10 reichen für den Anfang schon aus.

Sei nicht gleich frustriert, wenn es Dir am Anfang schwer fällt und immer wieder Gedanken an die Arbeit oder Probleme auftauchen. Das ist am Anfang ganz normal. Werde Dir nur dieser Gedanken bewusst und schiebe sie zur Seite.

Und Du wirst merken: Vermeintliches Nichts-Tun ist gar nicht so einfach. Dir fallen tausend Dinge ein, die erledigt werden könnten, Du verspürst den Drang aufzustehen, irgendetwas juckt immer oder Du zweifelst daran, dass Meditation nicht doch einfach nur Blödsinn ist. Halte trotz allem durch. Dein Körper gewöhnt sich an die Meditation und hört mit diesen „Abwehrreaktionen“ bald von ganz alleine auf.

Bleibe dran und übe vor allem regelmäßig. täglich ist ideal, aber auch 3-4 Mal die Woche helfen weiter. Denn nur mit Übung wirst Du auch leichter und tiefer in die Entspannung kommen.

Finde „Deine“ Meditation

Es gibt verschiedene Varianten der Meditation, die sich ganz einfach erlernen lassen:

Bei einer Atemmeditation geht es darum, sich ganz auf das Ein- und Ausatmen zu konzentrieren und nachzufühlen, wie er in den Körper ein- und wieder ausströmt.

Bei einer visualisierten Meditation begibst Du dich in Gedanken an einen Ort, der für Dich mit positiven Gedanken und Gefühlen belegt ist. An diesem Wohlfühlort nimmst Du alles ganz bewusst wahr, wie es aussieht, riecht und sich dort anfühlt. Oder Du entscheidest Dich für einen Bodyscan, bei dem Du mental durch Deinen ganzen Körper reist und ihn vom Kopf bis zu den Zehen wahrnimmst und entspannst.

Hilfsmittel für die Meditation

Mittlerweile gibt es viele Meditations-Apps für das Smartphone, die Dich bei der Meditation unterstützen. Für den Einstieg helfen sie Dir, eine Meditationstechnik zu erlernen. Bücher oder Hörbücher helfen Dir ebenfalls, Deinen Weg zur Meditation zu finden.