Lust auf Erdbeeren

Donnerstag, 14.06.2018

Rot, süß und saftig: Jetzt gibt es die Vitamin-Bomben überall frisch. Hier bekommst Du Tipps und Rezepte und erfährst, was Erdbeeren so gesund macht.

Foto:  © hngstrm, unsplash

Sie sind wieder da: Erdbeeren aus unseren heimischen Regionen. Kein Wunder, dass die Fans der roten Früchte den Monaten Mai und Juni entgegenfiebern: Dann beginnt die Erntezeit – und man kann seiner Lust auf Erdbeeren freien Lauf lassen. Denn sie sind nicht nur lecker, sondern stecken auch voller Nährstoffe.

Das steckt alles drin

  • Reichlich Vitamin C: Mehr als in Orangen!
  • Eisen und Folat: Unterstützen gegen Blutarmut
  • Kalzium: Das Spurenelement schützt gegen Osteoporose
  • Kalium und Magnesium: Sie schützen das Herz
  • Antocyane: Sie sorgen für die rote Farbe und tragen zur Herz-Gesundheit bei
  • Polyphenole: Die sekundären Pflanzenstoffe sollen Krebserkrankungen vorbeugen
  • Reichlich Ballaststoffe wie Pektine und Zellulose fördern die Verdauung
Schüssel voller Erdbeeren
© Anna Ogiienko@panafotkas, unsplash

Es gibt diverse Erdbeer-Sorten: Die heute bei uns verbreitete Erdbeere nennt sich übrigens Ananas-Erdbeere. Sie entstand in Holland – aus einer Kreuzung überseeischer Sorten. Die großfruchtige Erdbeere kam im 17. Jahrhundert aus Kanada nach Europa.

Wer Super- oder Wochenmarkt für seine Einkäufe nutzt, sollte nach reifen Früchten aus Deutschland Ausschau halten. Reif entfalten sie ihre volle Süße, und wer aus heimischen Regionen bezieht, spart Ressourcen.

Erdbeeren selbst ernten, selbst anbauen

Doch es geht noch ursprünglicher: Man kann Erdbeeren auch selbst anbauen oder beim Bauern zum Kilopreis ernten.

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  • Pflegeleicht und hart im Nehmen: In einem großzügigen Blumentopf oder Beet brauchen Erdbeer-Pflanzen nur ausreichend Sonne und Wasser. Staunässe dabei meiden. Nach der Blütezeit reifen die Beeren ziemlich schnell, und die Vorfreude auf die Ernte ist grandios! Die Pflanzen sehen übrigens auch im Herbst schön aus: Dann färben sich die Blätter wie bei Weinlaub feuerrot. Den Winter überstehen die Pflanzen in der Regel problemlos – im Vorfrühling einfach die braunen Stängel tief abschneiden und nachwachsen lassen.
  • Auf zum Bauern: Ideal für alle, die ihre Erdbeeren nicht selber anbauen wollen. Viele Landwirte bieten die Früchte zum selber pflücken an. Das macht nicht nur Spaß, es gibt auch einen Lerneffekt für Kinder und Erwachsene: So wählt man lokale Produkte und versteht besser, wie sie gedeihen und wann sie ihre optimale Reife bekommen!

Erdbeeren pflücken in und rund um Köln

Zubereitung: Mal klassisch, mal modern

Die süße Krönung: Crumble
Es braucht nicht viel, um Erdbeeren zur kleinen Delikatesse zu machen: Einfach pur, oder mit etwas Joghurt, Quark oder gleich mit Sahne oder Eis genießen. Wer dennoch mit wenig Aufwand ein kleines Highlight setzen möchte, kann dazu Crumble bereiten. Das Topping passt zu allen Milchprodukten und geht schnell: Man knetet aus Butter, Mehl und Zucker einen Mürbteig. Auf Wunsch den Teig mit einer Prise Salz und Zimt abschmecken. Kurz kalt stellen, anschließend streuselförmig zerkrümeln und auf Backpapier bei rund 180 Grad goldbraun backen. Währenddessen die Erdbeeren waschen und dann mit Quark, Eis oder Sahne anrichten. Crumble noch heiß darüber geben – fertig! Oder: Früchte in eine Auflaufform geben, mit Crumble bestreuen und überbacken. Geht auch mit Rhabarber und Äpfeln!

Mal was anderes: Erdbeeren herzhaft
Erdbeeren bringen auch in Salate eine fruchtige Note. Mische einfach mal eine Hand voll unter einen Salat aus Rucola und grünem Spargel! Hierzu Rucola und reife Erdbeeren waschen und trocknen. Dann das Dressing bereiten: 2 Esslöffel hellen Balsamico-Essig, 4 Esslöffel Olivenöl, 1 guten Teelöffel Senf mit Salz verrühren. Wer mag, fügt eine durchgepresste Knoblauchzehe hinzu. Beim grünen Spargel die Enden entfernen und wenn nötig unten noch ein wenig schälen. Den Spargel bissfest kochen oder in der Pfanne braten. Rucola und Erdbeeren mit dem Dressing vermengen. Den noch warmen Spargel mundgerecht zerteilen und noch warm unterheben. Zum Schluss mit frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken und grob gehackten Schnittlauch darüber geben.  Wer mag, kann noch Parmesan drüber reiben.