Sauna: Was ist gut daran, in einer Holzkiste zu schwitzen?

Sauna: Was ist gut daran, in einer Holzkiste zu schwitzen?

Donnerstag, 8.11.2018

Die einen schwören darauf, die anderen schütteln beim Gedanken daran einfach nur mit dem Kopf. Doch die Sauna findet auch in Deutschland immer mehr Liebhaber. Falls Du noch nicht dazugehörst: Es gibt gute Gründe, die für Saunabesuche sprechen.

© Foto: nd3000

Gesünder durch Sauna?

Wer wirklich gesundheitlich vom Saunieren profitieren will, muss es den Finnen gleichtun: Die meisten gehen dort nämlich wöchentlich oder sogar alle paar Tage in die Sauna. Denn erst durch regelmäßige Saunabesuche im Sommer wie im Winter, lassen sich positive Effekte erzielen, die auch Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Dazu gehört u. a. eine bessere Abwehr von Erkältungen. Außerdem profitiert die Haut durch Schwitzen: Schadstoffe werden abtransportiert und sie wirkt nach dem ganzen Schwitzen frischer. Zudem wird die Hautbarriere gestärkt.

Darauf solltest Du achten, damit es gesund bleibt

Saunieren kann eigentlich fast jeder, der gesund ist. Aber es gibt Situationen, in denen ein Saunabesuch nicht angeraten ist: Bei einer Erkältung, frischen Wunden und nach Alkoholkonsum ist er tabu. Auch nach einem Herzinfarkt oder einer Venenthrombose ist vom Saunabesuch abzusehen.

Starte langsam in der Sauna

Wenn Du es noch nie probiert hast, solltest Du in einer moderat warmen Sauna mit ca. 60 Grad beginnen. In einer Aufguss-Sauna ist es meist schon eher 80 bis 90 Grad warm. Hier kannst Du einfach auf der untersten Stufe starten und wenn es Dir gut bekommt, auf die nächsthöhere Stufe rücken. Ganz oben ist es natürlich am heißesten. In den meisten Saunen gibt es drei Stufen. Für die ganz erprobten und die Hitze-Liebhaber gibt es auch Saunen mit 100 Grad.

Bei einem Saunabesuch kannst Du Dich setzen oder legen (solange genug Platz ist und Dein Handtuch groß genug ist, so dass Dein ganzer Körper darauf Platz findet). Wenn Du Dich legst, solltest Du nicht direkt aus dem Liegen aufstehen, wenn Du die Sauna verlassen willst. Es kann nämlich sein, dass Dir schwindelig wird, wenn Du zu schnell aus dem Liegen aufstehst.

Setze Dich also vorher erst ein paar Minuten hin, am besten auch so, dass Deine Beine eine Ebene tiefer stehen. So hat Dein Kreislauf Gelegenheit, etwas hochzufahren, bevor Du aufstehst. Aber auch hier: Nicht aufspringen und rauslaufen, besser langsam aufstehen und erst mal schauen, wie Dein Körper reagiert.

Das passiert im Körper beim Saunabesuch

Für Deinen Körper stellt die Hitze in der Saune so etwas wie ein leichtes Sportprogramm dar: Er fängt an zu schwitzen, um sich abzukühlen. Zugleich entspannen sich die Muskeln durch die Wärme. So schwitzt Du 10 bis 20 Minuten.

Danach geht es ans Abkühlen: Erst eine Weile an der kühleren Luft an den Temperaturunterschied gewöhnen und die Atemwege abkühlen, dann geht es unter die kalte Dusche – die wirklich kalte Dusche (eine lauwarme Dusche hat leider nicht den gewünschten Effekt). Jetzt ziehen sich Deine Blutgefäße zusammen, dein Blutdruck steigt und es werden Adrenalin und andere Hormone freigesetzt, die Dich erst einmal so richtig aufwecken.

Ein Tipp damit es in der Sauna friedlich zugeht: Auch wenn es ein Tauchbecken oder einen Teich gibt und der Sprung hinein vielleicht verführerisch wirkt – Niemand möchte im Schweiß der anderen Baden. Also vorher IMMER erst abduschen.

Noch mehr Tipps, was Du beim Saunabesuch beachten solltest, findest Du in unserem Sauna-Knigge.