Fasten – weniger ist mehr

Dienstag, 26.02.2019

Bald ist es wieder so weit: Nach den närrischen Tagen startet die Fastenzeit. Wirklich zu fasten, das kommt heute für die wenigsten noch in Frage. Aber fasten muss nicht unbedingt heißen, weniger zu essen. Fasten kann man auch ganz andere Dinge. Hier findest Du ein paar Anregungen, um die Dinge danach vielleicht wieder ein wenig mehr zu schätzen.

© Foto: Merve Aydın Unsplash

Fasten bedeutet bewussten Verzicht. Im ursprünglichen Sinne den Verzicht auf Nahrung. Doch es gibt heute sehr viele Dinge in unserem Alltag, von denen wir glauben, dass wir ohne sie nicht auskommen. Für eine gewisse Zeit auf sie zu verzichten oder sie nur zu bestimmten Zeiten zu nutzen, kann positive Aspekte haben.

8-mal Fasten

Auto: Verzichte doch mal für 6 Wochen auf Dein Auto und steig um aufs Fahrrad. Damit tust Du zugleich etwas für Deine sportliche Ausdauer, Deine Gesundheit, Deinen Geldbeutel und die Umwelt. 

Handy: Unzählige Male schauen wir täglich auf unser Smartphone. Aber ist das tatsächlich immer so wichtig? Du musst es ja nicht gleich ganz abschaffen: Aber feste Zeiten 2 -3 Mal am Tag, an denen Du darauf schaust, oder der Verzicht auf Messenger Dienste schaffen viel Freiraum und Zeit für andere Dinge.

Fernsehen: Verzichte doch mal 6 Wochen auf die Flimmerkiste und die Streamingdienste. Du hast nicht nur plötzlich viel mehr Zeit, um Dich anderen Dingen zu widmen, vielleicht schläfst Du ohne das blaue Licht des Fernsehers sogar viel besser ein?

Social Media: Immer und überall erreichbar und posten, liken, kommentieren. Die Fastenzeit ist ein guter Anlass, auch hier mal kürzer zu treten. Vielleicht wirkt es auch wie eine kleine Digital-Detox-Kur?

Kaffee: Mag sein, dass Du am Anfang etwas länger brauchst, um wach zu werden, aber vielleicht merkst Du nach einiger Zeit auch, dass Du ohne Koffein besser schläfst. Oder Du verzichtest auf Deinen lieb gewonnenen Coffee-to-go – das schont zudem auch Dein Konto.

Fleisch: Sechs Wochen ohne Fleisch – und schon kennst Du viele neue Rezepte, die auch super lecker schmecken. Und wer weiß, vielleicht hast Du danach auch Lust einige fleischfreie Tage pro Woche beizubehalten?

Shoppen: Irgendwas kann man ja immer brauchen! Aber diese Ausrede gilt dann nicht mehr. Ob Du alte Schätzchen in Deinem Kleiderschrank neu entdeckst oder die Tauschbörse in der Nachbarschaft nutzt, wenn Du was im Haushalt brauchst – das macht glücklich, Dich und Deine Finanzen.

Warmduschen: Kälter zu Duschen schont nicht nur den Geldbeutel, es ist auch hautverträglicher und richtig kalt duschen trainiert zudem Deine Abwehrkräfte. Für den Anfang: Erst lauwarm duschen und am Ende 30 Sekunden ganz kalt. Wach bist Du dann auf jeden Fall!

Egal, für was Du Dich beim Fasten entscheidest: Fasten bedeutet zwar, auf eine Sache zu verzichten, aber dafür hast Du vielleicht von anderen Dingen wesentlich mehr: Zeit, Erfahrung, Bewegung oder auch Geld.  

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Gewohnheiten zu ändern fällt uns oft nicht leicht. Wenn wir aber 3 Wochen durchhalten, ist das Neue schon wieder zu einer Gewohnheit geworden und aus dem Alltag fast nicht mehr wegzudenken. Also: Die Fastenzeit ist der ideale Zeitpunkt, um neue Gewohnheiten zu entwickeln!