Frische Luft: Blauer Himmel mit Glasdach und geöffneten Fenstern

Sauerstoff: Frische Luft für klare Gedanken

Mittwoch, 5.02.2020

Die Heizung läuft auf Hochtouren, die Luft ist stickig und Du merkst, wie Du Dich immer weniger konzentrieren kannst. Und tief durchatmen scheint irgendwie nicht zu helfen. Spätestens jetzt ist klar: Du brauchst Sauerstoff!

© Foto: Jörg Rautenberg, Adobe Stock

Draußen ist es kalt, drinnen muckelig warm und die Luft im Raum wird noch wärmer je mehr Menschen sich darin aufhalten. Am Schreibtisch sitzend, atmest Du flacher. Wenn Du dann auch wenig Sauerstoff bekommst, wirst Du müde und fällst in ein Leistungstief.

Unter Ermüdung wird eine Minderung der Leistungsfähigkeit verstanden. Wichtige Symptome sind:

  • Störungen der Koordination von Augen und Händen
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Antriebslosigkeit und auch
  • Veränderungen des sozialen Verhaltens

Wie wichtig ist Sauerstoff?

Ohne Sauerstoff geht nichts. Jede Körperzelle braucht ihn, um leistungsfähig zu sein. Nach einiger Zeit im geschlossen Raum ist die Luft verbraucht, denn nach jedem Atemzug atmen wir Kohlendioxid aus und erhöhen somit den CO2-Anteil der Raumluft, die wir dann wieder einatmen.

Frische Luft enthält ca. 21% Sauerstoff und 0,04% Kohlendioxid. Wir atmen aber Luft mit 16% Sauerstoff und schon 4% Kohlendioxid aus. Der CO2-Anteil der Atemluft verhundertfacht sich zwischen Ein- und Ausatmen.

Bei einem hohen CO2-Anteil im Körper weiten sich die Blutgefäße. Sie versuchen dadurch mehr Sauerstoff aufzunehmen, um die Organe und das Gehirn optimal versorgen zu können. Dieser Prozess macht müde, und Du fühlst dich immer schlapper.

Ein CO2-Gehalt von 1% kann schon Kopfschmerzen und Unwohlsein verursachen.

Sobald du jedoch wieder frische Luft atmest, ziehen sich die Gefäße zusammen und das mit Sauerstoff angereicherte Blut kann wieder bis in die kleinsten Kapillaren fließen.

Frische Luft für frisches Raumklima

Beim Lüften strömt neuer Sauerstoff ins Zimmer und der CO2-Anteil der Luft verringert sich. Aber wie lüftest Du richtig? Gekippte Fenster verteilen die frische Luft nur in ihrem direkten Umfeld und somit vor allem in großen Räumen sehr unregelmäßig. Ein ausreichender Luftaustausch findet nicht statt.

Bei 2 Minuten Stoßlüftung wird mindestens 1/3 der Raumluft durch Frischluft ersetzt.

Der Vorteil im Winter: Es wird lediglich die Luft ausgetauscht, die Gesamtwärme des Raums bleibt erhalten. Somit ist auch für eine Ausgeglichenheit zwischen Frischluft-Fans und Frostbeulen gesorgt 🙂 .

Tipps für die kalte Jahreszeit

  • Die Temperaturen im Bürobereich sollten zwischen 20 und 22 °C liegen. Bei einer Erhöhung der Temperatur um 2°C verdoppeln sich die Beschwerden.
  • Die relative Luftfeuchtigkeit sollte 40% nicht unter- und 60% nicht überschreiten, da sehr trockene Luft besonders die Schleimhäute reizt.
  • Tanke täglich mindestens 30 Min frische Luft und bewege Dich. Das füllt die Lungen mit Sauerstoff und Du bringst gleichzeitig Dein Herz-Kreislaufsystem in Schwung.